Schwarzfahrer

Schwarzfahrer ist ein Kurzfilm des deutschen Regisseurs Pepe Danquart aus dem Jahr 1992.

Handlung

Der Spielfilm, bei dem es sich um eine verfilmte Urban Legend handelt[2], nimmt sich des Problems alltäglicher Fremdenfeindlichkeit an. Der Filmtitel ist ein Wortspiel um den Begriff Schwarzfahrer. In Schwarz-Weiß-Bildern erzählt er die Geschichte eines jungen Schwarzen, der in einer Berliner Straßenbahn von einer älteren, bürgerlichen Frau wegen seiner Hautfarbe beschimpft wird. Die anderen Fahrgäste verfolgen das Geschehen mehr oder weniger stumm.

Als ein Kontrolleur zusteigt, um die Fahrkarten zu überprüfen, und die ältere Frau ihre zückt, nimmt der junge Mann ihr den Fahrschein weg und isst ihn auf. Bei der Kontrolle verteidigt sich die Frau beim Schaffner mit den Worten „Der Neger hat ihn eben aufgefressen!“, während der Schwarze eine Dauerfahrkarte vorzeigen kann. Der Schaffner hält dies für eine unglaubwürdige Ausrede und fordert die Frau auf auszusteigen.

Gleichzeitig hält sich in der Bahn ein tatsächlicher Schwarzfahrer auf, ein junger Weißer, der durch die Ablenkung unbehelligt bleibt.

Auszeichnungen

Regisseur Danquart wurde für Schwarzfahrer 1994 mit dem Oscar für den besten Kurzfilm ausgezeichnet. Zuvor hatte er in der gleichen Kategorie 1993 das Melbourne International Film Festival gewonnen.

Über Alberto Villanueva

Ingeniero Superior de Telecomunicaciones (Universidad Politécnica de Madrid)
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